13.02.2012
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Schnipselregen in Hamburger Einkaufszentren
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Der Wintereinbruch der letzten Wochen hat uns dazu animiert, die Kampagne zum Tag der deutschen Zukunft nach Drinnen ins Warme zu verlegen. Da bieten sich am ehesten Einkaufszentren an, von denen es in Hamburg sehr viele gibt. Also machten sich einsatzfreudige Aktivisten in den letzten Wochen immer wieder auf den Weg zu verschiedenen Konsumtempeln, die Sonnabends bekanntlich am besten besucht sind.
Frei nach dem Motto „Alles Gute kommt von oben“ wurden quer durch die Stadt die schönsten Abwurfstellen in oberen Etagen gesucht, von denen aus möglichst viele Einkaufsbummler erreicht werden konnten. Gute Vorbereitung ist alles...
Und so flogen ein ums andere Mal massenweise TDDZ-Wurfschnipsel durch die Luft und verteilten sich binnen weniger Sekunden über die Gänge bis in die kleinsten Ecken. In einem Wandsbeker Einkaufszentrum dürfte so mancher Schnipsel noch Tage später in irgendwelchen Schuhen gesteckt haben, weil gerade ein großer Schuh-Ausverkauf im Erdgeschoß lief, als die Schnipsel von mehreren Seiten der Brüstung gleichzeitig auf die offene Verkaufsfläche herniedergingen. Das herrliche Flattergeräusch der bunten Papierfetzen zog sofort die Aufmerksamkeit vieler Einkaufsbummler auf sich, es ging ein Raunen durch die Menge und viele hoben gebannt die Köpfe.
In einer Bergedorfer Einkaufsmeile fiel die Streuwirkung etwas geringer aus, dafür prasselten die Schnipsel aber um so lauter auf den Boden mitten zwischen die völlig überraschten Einkaufsbummler. Immer wieder kamen Leute vorbei, hoben neugierig einzelne Schnipsel auf uns lasen sie durch. Besondere Freude löste der Schnipselregen bei kleinen Kindern aus. Die eine oder andere Mutter hatte durchaus Mühe, die lieben Kleinen davon abzuhalten, ganz viele Schnipsel aufzusammeln und mit nach Hause zu nehmen.
Manchmal finden sich auch mehrere günstige Wurfstellen in einem Einkaufszentrum. In Poppenbüttel beispielsweise war ein erfolgreicher „Doppelschlag“ zu verzeichnen. Besonders spaßig dabei: Während an der ersten Abwurfstelle bereits die Polizei mit zwei Streifenwagen angetanzt war, um den Sachverhalt aufzunehmen, flogen im hinteren Teil des Gebäudes erneut massenweise Schnipsel durch die Luft und wurden von vielen Passanten neugierig betrachtet.
Was anfangs eher als wetterbedingte „Notlösung“ angesehen wurde, um die Kampagne trotz eisiger Minusgrade fortsetzen zu können, erwies sich nach den ersten praktischen Erfahrungen sehr schnell als brauchbare Aktionsform mit hohem Spaßfaktor. So läßt sich der Winter aushalten...
Hier noch ein paar weitere Bilder vom Geschnipsel: